Vasektomie (Sterilisations OP des Mannes)
Warum Vasektomie?
Eine Vasektomie (Unterbindung der Samenleiter) ist immer dann sinnvoll, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Sie sollten sich also möglichst sicher sein, daß sie nicht wieder ein Kind zeugen wollen.
Die Vasektomie bietet den Vorteil, dass keine sonstigen Verhütungsmittel eingesetzt werden müssen. Das bedeutet auch, dass die oft jahrelange Belastung der Frauen mit Hormonen (Pille) nach der Vasektomie ein Ende hat.
Die Vasektomie stellt eine der sichersten Verhütungsmethoden dar und kann in einem kleinen Eingriff vorgenommen werden. Die Operation wird ambulant in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt. Ich lege mit zwei kleinen Schnitten am Hodensack die Samenleiter frei, entferne jeweils ein ca. 1 bis 3 cm langes Stück des Samenleiters und veröde die Schnittstellen. 2 Monate nach dem Eingriff müssen mehrere Ejakulatproben abgegeben werden, um den kompletten Verschluss nachzuweisen.
Der Eingriff wird nicht von den Kassen getragen. Anfallende Kosten betragen für den Eingriff 300 €, für eine Vollnarkose ergeben sich etwa 200 € zusätzlich. Die Operation findet im ambulanten Operationszentrum Dr. Krau in der Ritterstraße statt.
Kein Samenerguss mehr nach der Vasektomie?
Dem ist nicht so! Sie werden kaum Unterschiede bemerken, da nur ein minimaler Anteil des Samenergusses aus den Hoden stammt.
Der größte Teil des Samenergusses kommt aus der Prostata-Drüse. Es sind also nach einer Vasektomie keine Unterschiede zu empfinden.
Der Samenerguss ist seitens der Menge und Farbe so, wie vor dem Eingriff auch.
Unterschiede wären nur mit dem Mikroskop zu erkennen. Samenfäden sollen im Samenerguss nicht mehr enthalten sein. Das ist ja auch das Ziel der Operation.